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Sonderveröffentlichung

Gesundheit und Pflege

Betreuer bieten professionelle Hilfe

  

Alte und gesundheitlich beeinträchtige Menschen sehnen sich nach Geborgenheit, Verständnis und einer schützenden und helfenden Hand. Foto: djd/Deutsche Familienversicherung
Alte und gesundheitlich beeinträchtige Menschen sehnen sich nach Geborgenheit, Verständnis und einer schützenden und helfenden Hand. Foto: djd/Deutsche Familienversicherung
MAL ETWAS VERGESSEN, ein paar Kleinigkeiten verwechselt – und schon wird man von der geldgierigen Schwiegertochter entmündigt: Solche Horrorvisionen haben mit der Realität rein gar nichts zu tun. „Gegen den eigenen Willen darf niemand unter Betreuung gestellt werden“, betont Rechtsanwalt Ronald Richter, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Sozialrecht im Deutschen Anwaltverein. Kann ein Mensch seine Angelegenheiten nicht mehr allein regeln, dann hilft ihm ein Betreuer.
     
Solange jemand für sich selbst entscheiden kann, entscheidet er auch selbst. Dass man im Alltag nicht mehr klarkommt oder viel leicht sogar bettlägerig ist, rechtfertigt noch lange keine Betreuung. Normalerweise entscheidet das zuständige Amtsgericht nach einem Betreuungsantrag. 
      
Diesen Antrag kann jeder stellen, also auch Freunde oder der Arzt. Zuerst erstellt ein Sachverständiger ein Gutachten. Dabei geht es nicht darum, was andere wollen, sondern ausschließlich um die Frage, ob jemand noch selbst entscheiden kann. „Anschließend muss der zuständige Richter persönlich mit dem Betreffenden sprechen, er darf also nicht rein nach Aktenlage entscheiden“, erklärt der Jurist. Seit einigen Jahren muss zusätzlich ein Mitarbeiter der Betreuungsbehörde mit dem Betroffenen sprechen. Man kann also nicht klammheimlich unter Betreuung gestellt werden, nur weil irgendjemand das beantragt hat. Im Normalfall bestellt das Gericht ein Familienmitglied zum Betreuer. Ist das nicht möglich, übernimmt meist ein Berufsbetreuer diese Aufgabe. Der Betreuer darf grundsätzlich nicht alles entscheiden, sondern nur das, wozu er vom Gericht befugt ist. Bei besonders wichtigen Entscheidungen wie Wohnungsauflösungen, Immobilienverkäufen oder schweren medizinischen Eingriffen muss der Betreuer immer das Gericht fragen. Übrigens: Man bleibt trotz Betreuung oft weiter geschäftsfähig, darf also beispielsweise heiraten oder ein Testament machen. Wenn Partner oder Kinder die Betreuung nicht selbst übernehmen können, wird ein Fremder zum Betreuer bestellt. Das Gericht entscheidet, muss aber in diesem Fall die Wünsche der Familie berücksichtigen. Betroffene Angehörige können also eine Vorauswahl treffen.

Wenn möglich, sollte man den Betreuer vorher persönlich kennen lernen. Alternativ kann die Betreuung auch dem örtlich zuständigen anerkannten Betreuungsverein übertragen werden, dessen Träger meist eine karitative Einrichtung oder Kirche sein kann. sb/tth
     

Senioren-Assistenz: Für die Unterstützung im Alltag

Eine weitere Möglichkeit, die Alltagsbetreuung von älteren Mitmenschen zu übernehmen, ist die Senioren-Assistenz. Hier gibt es professionelle Unterstützung von speziell ausgebildeten Personen bei der Bewältigung des Alltags. Ganz auf den persönlichen Bedarf der Senioren zugeschnitten, kann das die Begleitung beim Spaziergang, ein gemütliches Kaffeetrinken mit anregenden Gesprächen oder gemeinsames Spielen sein. Darüber hinaus organisieren sie Termine beim Arzt oder dem Friseur, helfen beim Schriftverkehr mit Behörden oder den Anträgen rund um die Pflege.

Vorbeugen ist besser als Heilen

Foto: Adobe Stock/Davizro Photography
Foto: Adobe Stock/Davizro Photography
GESUNDHEIT! DIE WÜNSCHEN wir uns alle. Dafür kann man auch aktiv etwas tun. Eine ausgewogene Ernährung, viel Bewegung, Medienkonsum in Maßen, genügend Schlaf, wenig Alkohol und ein Verzicht auf das Rauchen. Letztlich liegt es doch an seinem selbst, wie er/sie mit der eigenen Gesundheit umgeht. Viele Menschen wissen, dass ein gesunder Lebensstil dazu beiträgt, auch bis ins hohe Alter fit zu bleiben. Aber das Wissen darum hält viele von ihnen dennoch nicht davon ab, sich tagtäglich anders zu verhalten: Eine große Rolle dabei spielen ein stressiger Alltag, Geldmangel und auch die zahlreichen Verlockungen der Lebensmittelindustrie. Die Folgen davon führen zum Arzt, der mit Medikamenten oder Therapien die Symptome und Krankheiten wieder reparieren soll. Aber wie wäre es, wenn aus „Vorbeugen ist besser als Heilen” Realität wird?

Allerdings: Die sogenannten Volkskrankheiten machen eine Gesundheitsförderung noch wichtiger. Bei vielen dieser Volkskrankheiten lässt sich mit einem gesunden Lebensstil, einer ausführlichen Aufklärung und gezielten Maßnahmen entgegenwirken. Die meisten Krankheiten, an der die Mehrzahl der Menschen erkranken, sind nicht angeboren, sondern treten im Laufe des Lebens auf. Krankheitsbilder wie Diabetes (Typ 2), Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen, psychische Auffälligkeiten (zum Beispiel Burnout), Suchtverhalten und Arthrose sind typische Zivilisationskrankheiten. Vor allem bei diesen Krankheitsbildern kann mit Maßnahmen der Gesundheitsförderung viel bewegt werden, die unter bestimmten Gesichtspunkten einen Arztbesuch vielleicht unnötig machen. tth
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