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Handwerk- Die gute Adresse

Schwimmender Estrich

  

Länger dauert die Trocknung des Estrichs beim Einbau einer Fußbodenheizung, da dieser dicker verlegt werden muss. Foto: dpa
Länger dauert die Trocknung des Estrichs beim Einbau einer Fußbodenheizung, da dieser dicker verlegt werden muss. Foto: dpa
SCHWIMMENDER ESTRICH WIRD über einer Dämmschicht eingebaut und zusätzlich durch eingebaute Rand-Dämmstreifen von den Wänden abgekoppelt. Diese Einbauart soll vor allem die Trittschalldämmung zwischen den Räumen verbessern. Um dies zu gewährleisten, werden auch den Estrich durchdringende Bauteile wie Heizungsrohre mit Dämmstreifen ummantelt. Die Trittschalldämmung kann den Anforderungen entsprechend ein- oder mehrlagig ausgeführt werden, auch können einzelne Lagen aus Wärmedämmung- und Trittschalldämmung miteinander kombiniert werden. Dämm-Materialien sind:

- Hartschaumplatten

- Korkplatten

- Schaumglas

- Verbundplatten aus Polyurethan-Hartschaum und Mineralwolle

- Verbundplatten mit Stufenfalz aus expandiertem Polystyrol

- Mineralwolle sowie Mineralwolleplatten Bei einigen Typen von Mineralwolleplatten ist zu beachten, dass sie zum Einbau unter keramischen Bodenbelägen nicht geeignet sind. tth

Bauherren setzen auf Zertifikate

SCHON DIE RÖMER wussten, dass die Funktionalität und Schönheit eines Fußbodens weitgehend von der Beschaffenheit des Unterbodens abhängig ist. Und auch in unserer heutigen Zeit spielt ein fachgerecht hergestellter Estrich im wahrsten Sinne des Wortes eine tragende Rolle bei der Ausführung von Fußböden aus Fliesen und Naturstein, Parkett und Holzdielen sowie Teppichboden und Laminat.

Ob im Neubau oder in der Modernisierung: Fußböden werden heute vor der Verlegung des abschließenden, sichtbaren Bodenbelags in der Regel mit einem mineralischen Estrich vergossen. Der Estrich dient dazu, Unebenheiten des Rohbodens auszugleichen und so einen sauberen Untergrund zu schaffen. Zudem verbessert er die Trittschalldämmung und eignet sich sehr gut,umLeitungen der Fußbodenheizungen zu vergießen.

Der einzige Nachteil: Ein nass eingebauter Estrich etwa auf Zementbasis hat eine lange Trocknungszeit und kann daher den Innenausbau verzögern. Besonders lange kann die Trocknung beim Einbau einer Fußbodenheizung dauern, da der Estrich hier dicker verlegt werden muss. Beschleunigen lässt sich die Trocknung bis zur sogenannten Belegreife durch bestimmte Zusatzmittel von Spezialherstellern. Diese Zusatzmittel werden dem Estrich beigegeben und sorgen dafür, dass mit der Verlegung von Fliesen, Parkett oder anderen Bodenbelägen deutlich früher begonnen werden kann, ohne dass Folgeschäden etwa durch ein Absacken des Estrichs im Randbereich drohen. Denn in den heute dichten und gedämmten Gebäudehüllen, die heute in der Regel Standard sind, reichern sich Schadstoffemissionen stärker an und können so die Gesundheit noch mehr belasten als in alten, weniger dichten Gebäuden. Nachgewiesen werden Wohngesundheit und Umweltverträglichkeit etwa durch Institute, die sich dem gesunden Bauen und Wohnen ohne unerwünschte Schadstoffe verschrieben haben. Das Institut für Baustoffprüfung und Fußbodenforschung (IBF) prüft regelmäßig die sogenannten Zuschlagstoffe auf die Verträglichkeit für die Umwelt und den Men- schen. Das Institut erteilt Zertifizierungen für baubiologisch unbedenkliche Produkte. Unter diesen Gesichtspunkten sollten Bauherren und Modernisierer bei der Auswahl von Estrichzusätzen auf Produkte achten, die als emissionsarm und wohngesund eingestuft sind. Das Fachhandwerk berät dazu umfassend.

Holz als ökologischer Baustoff: Wer konsequent auf ökologisches Bauen und Wohnen setzt, kann in einem Haus oder einem Anbau aus Massivholzmauern auch die Decken und Dächer aus massivem Holz anfertigen lassen. Sehr gut dazu geeignet ist sogenanntes Brettstapelholz, etwa die Profilholz-Elemente (PHE). Profilholz-Elemente bestehen aus unbehandelten Massivholzbrettern und Metallstiften. So ermöglichen sie einen konsequent wohngesunden Rohbau und aus dem nachwachsenden Naturmaterial. tth
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